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Was ist gute Innenraumluft?

Zur Beurteilung der Luftqualität in Innenräumen werden drei Hauptparameter gemessen: die Luftfeuchtigkeit, der Kohlendioxid- (CO2-) Gehalt und der Anteil an Schadstoffen in der Raumluft, auch als VOC (Volatile Organic Compounds, flüchtige organische Verbindungen) bezeichnet.

„Dicke Luft“ beschreibt treffend das Unbehagen durch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Diese Beeinträchtigung der Raumlufthygiene tritt sehr häufig auf. Allein durch Atmung und Verdunstung gibt eine Person über die Haut etwa 1,5 Liter Wasser am Tag ab. Beim Duschen und Kochen, durch abtrocknende Kleidung und Zimmerpflanzen entweicht zusätzliche Feuchtigkeit in die Luft. In einem Vier-Personen-Haushalt kommen so etwa 10 Liter Wasser pro Tag zusammen. Die Luftqualität verbessert sich nur, wenn diese Feuchtelast nach außen abgeführt wird. Eine anhaltend hohe relative Luftfeuchtigkeit belastet die Gesundheit und kann zu Schäden am Bauwerk führen.

Über einen Sensor können Lüftungsanlagen die relative Luftfeuchtigkeit in den Räumen messen und automatisch für einen bedarfsgerechten Luftaustausch sorgen. Ideal für das Wohlbefinden und die Gesundheit ist eine relative Raumluftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Ein Tipp: Im Winter kann zu trockene Raumluft ebenfalls zu einem gesundheitlichen Problem werden. Der Grund: Bei einer relativen Raumluftfeuchtigkeit unter 30 Prozent ist die Konzentration an Schwebeteilchen wie Staub, Schadstoffe und Bakterien deutlich erhöht, und sie werden eingeatmet. Hinzu kommt, dass die Schleimhäute, der natürliche Schutzschild gegen das Einatmen von Mikropartikeln, bei zu geringer Luftfeuchtigkeit austrocknen. Das setzt die Schutzfunktion der Schleimhäute in Mund und Nase herab.

Die Konzentration von CO2 ist ein weiterer wichtiger Gradmesser für die Raumluftqualität. Als unbedenklich gilt ein CO2-Wert von 1.000 ppm (parts per million). Mit Unwohlsein und nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit reagieren Menschen bereits bei einem CO2-Gehalt zwischen 1.000 und 2.000 ppm.

Messungen von Forschern haben ergeben, dass in geschlossenen Schlafräumen die CO2-Konzentration während der Nachtruhe sogar auf bis zu 4.300 ppm ansteigen kann. Auch wenn Menschen das Kohlendioxyd in der Luft nicht bewusst wahrnehmen, reguliert es die Intensität unserer Atmung. Um erholsam zu schlafen, raten Mediziner daher, Schlafräume gut zu lüften. Vor allem in Schlafzimmern von Babys und Kleinkindern ist ein guter Luftaustausch wichtig: Sie atmen bezogen auf das Körpergewicht etwa doppelt so viel Luft ein wie Erwachsene. Lüftungsanlagen mit CO2-Sensoren sorgen für einen bedarfsgerechten Luftaustausch. Und das, ohne dem Lärm die Fenster zu öffnen. Und Lärm ist schließlich eine der bekanntesten Ursachen für Schlafstörungen.

Zu den üblichen Schadstoffen in Innenräumen zählen auch flüchtige organische Verbindungen (VOC). Diese Stoffe lassen sich messen. Sie werden durch Ausdünstungen von neuen Möbeln, Bodenbelägen oder Baustoffen wie Farben freigesetzt. VOC führen zu Reizungen der Atemwege und Schleimhäute. Gerade sensible Personen wie Allergiker und Kinder sind davon betroffen. Ein regelmäßiger Luftaustausch ist also wichtig, um gesund in den eigenen vier Wänden zu leben. Es lohnt sich deshalb, mehr über die vielen Möglichkeiten zur richtigen Belüftung eines Hauses oder einer Wohnung zu erfahren.

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Die Luftqualität in Innenräumen lässt sich sehr gut mit dem Indikator Kohlendioxid (CO2 ) darstellen. Der hygienische Grenzwert sollte in jeden Fall eingehalten werden.